Kamera-Typ 1: Der Schnellstarter
Sie wollen sich wenig mit der Technik und der Kamera auseinandersetzen. Alles soll möglichst einfach funktionieren. Es stört Sie auch nicht sonderlich, wenn das Bild mal nicht super aussieht und wackelt. Ereignisse drehen Sie meistens nebenbei mit. Nur bei einigen Drehs möchten Sie sich richtig darauf konzentrieren. Das Material schneiden Sie selten und Sie legen keinen Wert auf große Effekte.
Vorteil Einsteigercamcorder
Sie müssen nicht viel Zeit mit der Technik und dem Umgang mit der Kamera verbringen.
Nachteil
Ihre Filme werden qualitativ nicht so sein wie bei den anderen Gruppen — aber einen netten Fernsehabend werden Sie füllen können. Wenn Ihr Interesse am Videodrehen zunimmt, müssen Sie eventuell Ihre Ausrüstung erneuern.
Meine Empfehlung
Kamera: Sie interessieren sich vor allem für einfach zu nutzende Systeme. An erster Stelle steht da ein DVD-Camcorder. Sie können die gedrehten Filme auf der DVD belassen und direkt im Wohnzimmer DVD-Player ansehen. Den Schnitt erledigen Sie direkt mit der Kamera und ohne PC. Gelegentlich können Sie auch eine Schnitt-Software am Rechner nutzen. In der Handhabung sind die Geräte einfach. Auch wenn Sie ihr Material später einmal kopieren möchten, ist dies mit einem Computer problemlos möglich. Sie können die Aufnahmen einfach auf den DVDs belassen und bei jedem Dreh mit einer neuen DVD beginnen. Die Medien sind relativ günstig und es ist schwer, versehentlich Filmdateien zu löschen.
Es gibt mittlerweile einige DVD Camcorder, die auch gleichzeitig Speicherkarten unterstützten. Sie können also auch (in meist besserer Qualität) auf Speicherkarten aufzeichnen. Das ist sinnvoll, wenn Sie vorab wissen, dass Sie das Material am Computer bearbeiten möchten. Sie können es dann am Computer z.B. auf eine DVD brennen. Die meisten DVD-Camcorder unterstützen neben dem «normalen» DVD-Format auch HD, also hochauflösendes Fernsehen (AVCHD, siehe auch den gleichnamigen Abschnitt). Diese Filme lassen sich dann zwar nicht so einfach auf dem DVD-Player abspielen, aber dafür sind Sie gerüstet, wenn Sie doch einmal ein wichtiges Eregnis festhalten möchten. Dieses Material werden Sie wahrscheinlich im Computer schneiden. Wenn Sie eine konkrete Empfehlung für einen Schnellstarter-Camcorder haben möchten, schauen Sie direkt unter http://www.selbstgedrehte-videos.de/meine-kauf-tipps/camcorder nach. Ich habe mich dazu entschlossen, diese Empfehlung ins Internet zu verlagern, damit der Tipp auch immer aktuell ist.
Schnitt: Wenn Ihnen der Schnitt im Camcorder selbst nicht reicht, nutzen Sie am besten kostenlose Schnittprogramme, wie Magix Video Deluxe Silver, Windows Movie Maker oder iMovie (nur für Mac-Rechner, nicht für Windows) . Diese bekommen Sie kostenlos im Internet, oder über Ihr Betriebssystem. Die grundlegenden Funktionen dieser Programme reichen aus. Achten Sie darauf, dass Ihr Schnittprogramm das Kamerasystem auch unterstützt, denn nur neuere Schnittprogramme unterstützen auch AVCHD oder HDV. Sie benötigen wahrscheinlich aber nicht die aktuellste Version des Schnittprogramms, wenn Sie im Internet eine Version aus dem vegangenen Jahr kaufen, können Sie locker 60 % einsparen.

Eine gute Einsteiger-Kamera: Sony HDR-UX9 (Bild:Sony)


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