Zoom

Samstag, November 15, 2008
By Felix
Dies ist Thema Nummer 11 von 57 des Buches Selbstgedrehte Videos

In dem Buch Selbstgedrehte Videos vor- und zurückblättern «Ein-Chip gegen Drei-ChipAkku – Camcorder Zusatzausrüstung»

„Jetzt mit bis zu 800x Zoom” so oder ähnlich werden Camcorder beworben. Es ist immer von digitalem Zoom oder optischem Zoom die Rede. Das ist ein großer Unterschied.
Zoom allgemein funktioniert wie eine Art „bewegliches“ Fernglas. Das Objektiv besteht aus mehreren Linsen, die sich beim heranzoomen verschieben. Folge: man sieht das Objekt größer oder -je nach Zoomrichtung- eben kleiner. Solange diesen Job die Linsen selbst übernehmen, spricht man vom optischen Zoom. Das liegt so bei durchschnittlich 10-fach bis 24-fach und bedeutet, dass man das Objekt bis zu 10x bzw. 24x näher an sich heranholen kann. Viele Kameras haben darüber hinaus einen digitalen Zoom. Wenn die Linsen nach spätestens 24x schlapp machen, greift dieses ein. Klingt erstmal gut, doch was macht der digitale Zoom eigentlich? Es nimmt sich das Bild, was die Linsen bieten und rechnet dieses noch größer, es „bläst” das Bild praktisch auf.
Spielen Sie doch einmal Digitalzoom und stellen Sie sich mit einer Lupe vor den Fernseher. Was sehen Sie? Unscharfe, grobe Bildpunkte? Genau -und sowas
kommt auch beim 800-fachen Digitalzoom raus.

Digitaler Zoom bringt nichts

Digitaler Zoom bringt nichts

Tipp:

10-fach optischer Zoom reicht für unsere Zwecke vollkommen aus -es sei denn, Sie wollen 2Km entfernte Flussnilpferde in der Serengeti verfolgen. Dazu kommt: Mehr Zoomstärke ist auch der Bildqualität oft abträglich, denn schon bei voll genutztem 10x-optischem Zoom fällt es schwer, einigermaßen ruhige Bilder aufzunehmen. Mein Fazit: Das digitale Zoom bringt nichts für unsere Zwecke.

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