6 “Last-minute” Tipps, wie Sie gute Videos drehen

Sonntag, Februar 14, 2010
By Felix
Dies ist Thema Nummer 54 von 57 des Buches Selbstgedrehte Videos

In dem Buch Selbstgedrehte Videos vor- und zurückblättern «11 Tricks, wie Sie entspannter Videos drehenVergleich Schnitt-Software»

Sie haben keine Zeit, ein ganzes Buch durchzulesen, weil schon in ein paar Stunden Drehbeginn ist? Sie wollen langsam in das Thema «Videodreh» einsteigen, ohne sich mit Details zu überfordern? Dann sind Sie hier richtig. Jetzt gibt es grundsätzliche Tipps, mit denen Sie zumindest einen besseren Film erstellen werden als die meisten Anfänger. Wenn der Dreh vorbei ist, sollten Sie Selbstgedrehte Videos trotzdem von vorne lesen, es lohnt sich.

1. Wichtige Bilder

Überlegen Sie sich vor Drehbeginn, welches die wichtigen Bilder sind. Was würden Sie gern sehen, wenn Sie an das Thema des Filmes denken? Was zeigen die großen Hollywoodfilme, wenn es um das Thema geht? Überlegen Sie sich vorher schon einmal Bilder. Der Teil «Oft gedrehte Ereignisse» liefert ein paar Ideen.

2. Nicht einfach drauflos drehen

Lassen Sie die Kamera nicht einfach nur laufen. Eine Kamera «sieht» anders als Ihr Auge. Drehen Sie nur wenige Bilder mit der Kamera, bei denen sich nichts bewegt. Die eignen sich besser für einen Fotoapparat, wie zum Beispiel Familienfotos oder Landschaftsaufnahmen. Suchen Sie lieber Situationen, in denen sich etwas bewegt.

3. Nah an das Geschehen heran gehen

Finger weg vom Zoomknopf an Ihrer Kamera! Solange Sie keine scheuen Bergziegen in den Alpen verfolgen, brauchen Sie den Zoom nicht. Gehen Sie einfach näher an das Geschehen heran, wenn Sie ein Objekt größer im Bild haben möchten. Das beruhigt das Bild und der Zuschauer merkt selbst, dass auch er näher am Geschehen ist.

4. Viele Einstellungsgrößen verwenden

Zeigen Sie nicht alles, weil das langweilig wird. Denken Sie daran: Sie lenken die Blicke der Zuschauer. Wichtige Dinge zeigen Sie wenn möglich im Detail. Filmen Sie Gesichter nah. Filmen Sie aber auch von ein paar Metern weiter weg. Eine gesunde Mischung macht den Film interessant. Versuchen Sie dabei, die Kamera ruhig zu halten, stützen Sie sich ab, wenn es geht. Drehen Sie die Bilder nicht zu kurz, mindestens vier Sekunden lang, die Zeit brauchen Sie später im Schnitt. Wenn Sie wissen möchten, wie man die Einstellungen kombinieren kann, dann lesen Sie die «5- Shot-Methode».

Die 5 shot Theorie

Verschieene Einstellungsgrößen

5. Fragen stellen

Seien Sie neugierig und fragen Sie nach. Interviews (auch O-Töne genannt) kann man nie genug führen. Fragen Sie in den jeweiligen Situationen die Hauptpersonen, aber auch andere Anwesende. Stellen Sie die Fragen, die Sie gerade interessieren und die zur Situation passen. O-Töne sind eine große Stütze für Ihre Geschichte.

6. Augen offen halten

Halten Sie beim Dreh ständig Ausschau nach interessanten Nebengeschichten. Vielleicht passiert etwas Außergewöhnliches. Es muss allerdings mit der Geschichte in Verbindung stehen. Beispiel: Wenn Sie eine Hochzeit drehen und der Anzug des Bräutigams kurz vor der Trauung platzt, dann ist das eine schöne Nebengeschichte. Wenn aber statt einer Brautkutsche eine Strech-Limousine vorfährt, dann interessieren weder deren Benzinverbrauch noch Motor. Je öfter Sie drehen, umso mehr eigene Erfahrungen werden Sie mit der Kamera machen. Vielleicht teilen Sie Ihre Erfahrungen mit anderen Lesern einfach als Kommentar auf diesen Artikel.
Mit diesen Schnell- Tipps überstehen Sie problemlos einen Dreh. Für den Schnitt werden Sie wahrscheinlich etwas mehr Zeit benötigen, deshalb ist das folgende Kapitel nach dem Dreh möglicherweise interessant für Sie.

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