Fokus (Focus)

Mittwoch, Mai 20, 2009
By Felix
Dies ist Thema Nummer 30 von 57 des Buches Selbstgedrehte Videos

In dem Buch Selbstgedrehte Videos vor- und zurückblättern «Verschlusszeit (shutter speed)Bildstabilisator (SIS, Super SteadyShot, DIS)»

Der Fokus legt fest, wo die Schärfe des Bildes liegt. Bei den Hobby-Camcordern macht dies meistens der Autofokus. Er stellt automatisch auf das scharf, was in der Mitte des Bildes ist.

Der Fokus hat den Schmetterling scharfgestellt, der Hintergrund ist unscharf

Der Fokus hat den Schmetterling scharfgestellt, der Hintergrund ist unscharf

Meist funktioniert das gut, nur manchmal stellt der Autofokus das scharf, was nicht gebraucht wird. Stellen Sie sich vor, Sie würden jemanden interviewen. Die Person sitzt in der Mitte des Bildes und ist demnach scharf gestellt. Jetzt bückt sie sich, um etwas aufzuheben. Die Kamera stellt sofort den Hintergrund scharf. Wenn der Interviewpartner zurück ins Bild kommt und weiterredet, ist er zunächst unscharf, bis die Technik nachfokussiert hat. Für solche Fälle könnte man den Fokus manuell einstellen. Eine andere Möglichkeit ist, die Frage zu wiederholen und dem Interviewpartner zu sagen, dass die Technik nicht ganz funktioniert hat. Natürlich wäre ein manueller Fokus manchmal nützlich. Aber bei den meisten Kameras liegt er versteckt hinter irgendwelchen Menüpunkten. Es ist viel zu kompliziert, ihn während des Drehs zu benutzen. Lassen Sie in solchen Fällen die Finger von dem manuellen Fokus. Wer in eine semiprofessionelle Kamera investiert, bekommt einen Fokusring am Objektiv. Hier kann man direkt die Schärfe anpassen und dann ist es auch sinnvoll, das einmal zu tun. Denn wer mit Schärfe und Unschärfe arbeitet, erstellt verschiedene Bildebenen.

Fokus falsch eingestellt: Der Hintergrund ist scharf, der Schmetterling "unscharf".

Fokus falsch eingestellt: Der Hintergrund ist scharf, der Schmetterling "unscharf".

Das Beispielbild enthält die Ebene mit dem Schmetterling und die mit den Blüten im Hintergrund. Man sieht deutlich: Gezielte Unschärfen verbessern das Bild. Allerdings sollten Sie das schon geübt haben, bevor Sie beim Dreh mit der Schärfe experimentieren. Sie können zum Beispiel bei einem Interview einen unscharfen Hintergrund wählen oder eine unscharfe Blume im Vordergrund. Dadurch sieht man die interviewte Person nicht in der ersten Bildebene, sondern in der zweiten — das Bild erhält Tiefe. Bedenken Sie aber, dass man oft Zeit braucht für solche Einstellungen. Wenn Sie also ein längeres Interview planen, können Sie mit Schärfen arbeiten. Wenn sie hingegen bei einer Party drehen und noch nicht geübt sind, schalten Sie einfach die Automatik ein. Es ist schließlich ärgerlich, wenn die entscheidenden Bilder im Schnitt unscharf sind. Allerdings können Sie während des Drehs die nötigen Bilder und alle gewünschten Einstellungen drehen und danach ein bisschen mit der gegebenen Situation, den Lichtverhältnissen und Objekten experimentieren.

Tipp: (Un-)Schärfe

Um den Hintergrund besonders unscharf zu bekommen, muss das scharfe Objekt möglichst weit weg vom Hintergrund sein. Tritt man jetzt mit der Kamera noch ein Stück vom Objekt zurück und zoomt es dann etwas heran, verschwimmt der Hintergrund sofort. Einige Kameras bieten die Funktion Tele Makro, hier stellt sich die Kamera automatisch so ein, dass der Hintergrund unscharf wird.

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2 Kommentare to “Fokus (Focus)”

  1. Ö

    … kleiner Schreibfehler in der vorletzten Zeile …. Funktio(n) Tele Makro ….

    #712
  2. Danke. Ist geändert ;-)

    #724

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