Ruhige Camcorder-Bilder auch ohne Stativ

Freitag, August 14, 2009
By Felix
Dies ist Thema Nummer 44 von 57 des Buches Selbstgedrehte Videos

In dem Buch Selbstgedrehte Videos vor- und zurückblättern «Bildeinstellungen: Wie sieht es gut aus?Die Kamerahöhe (Kameraperspektiven)»

Viele benutzen ihre Kamera immer gleich. Sie nehmen die Kamera in die rechte Hand, schauen in den Sucher und fangen an die Bilder zu drehen. Während der Aufnahme behalten Sie ein Auge am Sucher oder auf dem Kontrollmonitor. Für manche Bildeinstellungen ist das auch in Ordnung. Doch jetzt lernen Sie die Haltepositionen der Videojournalisten. Ihre Filme werden weniger wackeln und Sie machen die Bilder interessanter.

Einfach mal anlehnen

Camcorder richtig halten: einfach anlehnen

Camcorder richtig halten: einfach anlehnen

Besonders wenn Sie stark heranzoomen, erkennen Sie das Problem: Die Bilder wackeln. Der Camcorder ist einfach zu klein und zu leicht. Doch manchmal geht es nicht anders, Sie brauchen das weit entfernte Bild. Gibt es eine Wand oder ähnliches in Ihrer Nähe, woran Sie sich lehnen können? Das kann ein Baum, ein Zaun, ein Regal, ein Autodach oder sonst etwas sein. Hauptsache es ist fest und bewegt sich nicht. Drücken Sie sich fest dagegen. Am besten, Sie haben die Kamera in der Hand und das Handgelenk ist an die Wand gepresst. Jetzt ist das Risiko viel geringer, zu wackeln.

Kamera abstellen

Camcorder ruhig: abgestellt drehen

Camcorder ruhig: abgestellt drehen

Haben Sie ein Stativ, dann Glückwunsch. Einfach aufbauen und ruhig drehen. Doch oft ist es gerade dann nicht zur Hand, wenn es gebraucht wird. Besteht nirgendwo die Möglichkeit, sich anzulehnen, können Sie eventuell von einer festen Unterlage aus drehen. Das kann der Boden sein, ein Tisch oder ein Geländer, das breit genug ist. Werden Sie kreativ und nutzen Sie jede Möglichkeit, Ihre Kamera abzustellen.

Auf dem Boden abgestellt: So ist der Camcorder ruhig

Auf dem Boden abgestellt: So ist der Camcorder ruhig

Vorteil In so einer Situation brauchen Sie die Kamera nicht festzuhalten, sie wird von sich aus ruhige Bilder machen. Liegt die Kamera zu tief, um den gewünschten Bildausschnitt zu zeigen, kann eine Kassettenhülle, eine Jacke oder ein anderer Gegenstand helfen. Man schiebt ihn vorne unter die Kamera und lenkt so den Bildausschnitt nach oben. Kamerabewegungen, besonders Schwenks (mehr dazu später), sind so allerdings nicht möglich. Arbeiten Sie hier besser mit Sprüngen. Wie Sie dabei vorgehen, lesen Sie in der Übung «Ran- und Wegsprung».

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